TU Berlin: Sofja-Kovalevskaja-Preisträger Dr. Shigeyoshi Inoue entwickelt Katalysatoren

Verwendung des Preisgeldes von 1,65 Millionen Euro für neuartige Technologie auf Basis von Silizium-Verbindungen

[Auf dem Campus, 29.09.2010] Der japanische Chemiker Dr. Shigeyoshi Inoue, Jahrgang 1980, ist einer der 18 jungen mit dem Sofja Kovalevskaja-Preis ausgezeichneten Wissenschaftler. Als gastgebende Institution wählte er den Arbeitskreis von Prof. Dr. Matthias Drieß am Institut für Chemie der TU Berlin:
Dr. Inoue befasst sich mit der Weiterentwicklung chemischer Verbindungen, die unverzichtbare Bestandteile vieler Katalysatoren für die abfallfreie und energiesparende chemische Umwandlung von Rohöl darstellen. Diese Prozesse basieren auf bahnbrechenden Arbeiten unter anderem von Ernst Otto Fischer, für die dieser mit dem Nobelpreis ausgezeichnet wurde. Während Systeme aus Metall-Kohlenstoff-Mehrfachverbindungen, sogenannte Organometall-Verbindungen, heutzutage fest etabliert sind und als hoch effiziente Katalysatoren Anwendung finden, sind Verbindungen mit schwereren Homologen, zum Beispiel Metall-Silizium-Mehrfachbindungssysteme, selten. Sie gelten jedoch als vielversprechende Kandidaten für neuartige, hochreaktive und hochselektive Katalysatoren, die sowohl in der Pharmazie als auch in der Produktion von Polymeren nutzbar gemacht werden können, indem sie die vorhandenen Prozesse ökologisch und ökonomisch optimieren.
Dr. Inoues Arbeiten sollen den Weg zu neuartigen Reagentien und Katalysatoren ebnen.

Weitere Informationen zum Thema:

Auf dem Campus, 23.09.2010
18 internationale Nachwuchsforscher erhalten Sofja-Kovalevskaja-Preis 2010 / Preisverleihung der Alexander von Humboldt-Stiftung

Technische Universität Berlin, 28.09.2010
Sofja Kovalevskaja-Preis: Japanischer Spitzenforscher kommt an die TU Berlin

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