Offenbar Erklärung für Diskrepanz zwischen bisher errechneter und tatsächlicher Sternenzahl gefunden

Physiker der Universität Bonn und der schottischen University of St. Andrews korrigieren Vorhersagen der „stellar crowding“-Theorie

[Auf dem Campus, 20.11.2010] In der lokalen Gruppe von Galaxien, zu der auch der Andromeda-Nebel und unsere Milchstraße gehören, gibt es rund 100 Milliarden Sterne. Nach Berechnungen von Astronomen müssten es eigentlich noch erheblich mehr sein. Physiker der Universität Bonn und der schottischen University of St. Andrews haben nun möglicherweise eine Erklärung für diese Diskrepanz gefunden:
Ihre Studie erscheint in der kommenden Ausgabe der „Monthly Notices of the Royal Astronomical Society“, ist aber bereits jetzt online abrufbar. Seit Jahren suchen Astronomen weltweit nach einer plausiblen Erklärung für die Diskrepanz zwischen bisher errechneter und tatsächlicher Sternenzahl. Zusammen mit Dr. Carsten Weidner von der schottischen St. Andrews University scheinen Dr. Pflamm-Altenburg und der Bonner Astrophysik-Professor Dr. Pavel Kroupa nun des Rätsels Lösung gefunden zu haben – vermutlich hat man die „Geburtenrate“ bislang einfach zu hoch eingeschätzt; aber der Schätzfehler schlägt aber wohl nur in Zeiten besonders hoher Sternenproduktion zu.
Die Forscher aus Bonn und St. Andrews haben die „Geburtenraten“ nun nach den Vorhersagen der „stellar crowding“-Theorie korrigiert. Mit ermutigendem Ergebnis – sie kamen dadurch tatsächlich auf die Sternenzahl, die man heute sieht.

Weitere Informationen zum Thema:

arXiv.org, 16.11.2010
Astrophysics > Cosmology and Extragalactic Astrophysics / Title: Top-heavy integrated galactic stellar initial mass functions (IGIMFs) in starbursts

universitätbonn, 18.11.2010
Das Rätsel um die fehlenden Sterne im All scheint gelöst / Forscher legen eine Erklärung für die Diskrepanz vor

scinexx, Das Wissensmagazin, 11.02.2010
Gas trieb Galaxien zur „Fließbandproduktion“ / Astronomen entdecken Ursache für hohe Geburtenrate im jungen Universum

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