Kühne Vision und Vernunftgründe: Ansiedlung der FU Berlin auf stillgelegtem Flughafen Tempelhof vorgeschlagen

Vorsitzender des Beirates der Preußischen Gesellschaft Berlin-Brandenburg plädiert für Elite-Universität am Top-Standort

[Auf dem Campus, 03.11.2010] Heiner Bertram, Vorsitzender des Beirates der Preußischen Gesellschaft Berlin-Brandenburg e.V., plädiert in deren Monatsbrief November 2010, die Freie Universität Berlin auf dem Gelände des geschlossenen Flughafens Tempelhof unterzubringen:
Berlin verfüge über ein „städtisches Pfund“, um das es sicher zumindest alle westlichen Hauptstädte dieser Welt beneiden dürften – denn welche Metropole biete sonst im Stadtgebiet über eine Million Quadratmeter allerfeinste Büroraumfläche, über viele Kuben mit modernster Klimatisierung und Fensterflächen sowie über ca. vier Millionen Quadratmeter Baulandfläche zur freien Nutzung? Anstatt aber einen großen Wurf hinzulegen, solle das Ganze zerhackstückt werden.
Bertram als Beiratsvorsitzender schlägt vor, dass sich die Preußische Gesellschaft intensiv für ein Nutzungsprojekt einsetzt, das der Hauptstadt Deutschlands mit ihrer ruhmreichen Bildungsvergangenheit würdig ist. Diese wurzele im Preußischen – u. a. in der Königlich-Preußischen Akademie der Wissenschaften, die vor 310 Jahren in Berlin als „Kurfürstlich-Brandenburgische Societät der Wissenschaften“ durch den brandenburgischen Kurfürsten Friedrich III. gegründet worden war, und in der vor 200 Jahren gegründeten „Alma Mater berolinensis“. An diese Tradition sollte nun unter dem Motto „Universität mit Perspektive“ angeknüpft werden, so Bertram.
Der in einen „Dornröschen-Schlaf“ versenkte Flughafen Tempelhof biete sich mit seinen Bau-Ensembles und Flächen bestens dafür an, die aus allen Nähten platzende FU Berlin aus dem beschaulichem Dahlem an diesen Top-Standort umziehen zu lassen. Damit würde nicht zuletzt den immer wieder in politischen Debatten, in Talk-Shows und in Medien-Foren gestellten Forderungen entsprochen, endlich mehr für die Bildung zu tun. Kühne Vision und Vernunftgründe sprächen für diese Universitäts-Neugründung. Berlin hätte dann eine weltweit nahezu einzigartige Elite-Universität; dazu einen Campus anstelle des ehemaligen Flugfeldes, der seinesgleichen höchstens noch in den Vereinigten Staaten finde – mit Sportanlagen, Parks, Begegnungsstätten und dergleichen mehr.
Eine Universität in Tempelhof würde auch dazu beitragen, eine angespannte und teilweise chaotische Situation zu bereinigen. Heutzutage müssten viele Studienbewerber aus allen Teilen der Bundesrepublik und aus zahlreichen Ländern eine Absage lesen, in der es heiße, dass Berlins Universitäten überfüllt seien. Man bedenke, dass damit künftige Eliten weggeschickt würden, die ansonsten als Juristen, Politiker, Unternehmer, Wissenschaftler etc. Berlin als Studien-, Wissenschafts- und Kulturort in (hoffentlich) bester Erinnerung behalten und möglicherweise die Stadt ihrer Studien bei beruflichen Entscheidungen in ihren Heimatländern präferiert hätten.

Weitere Informationen zum Thema:

Preußische Gesellschaft Berlin-Brandenburg e.V.
Material von der Preußischen Gesellschaft

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