Kampf um Rom: Ausstellung der Sammlung Wangenheim im Löwengebäude

Eröffnung der Sonderausstellung „Kampf um Rom – Klassizismus in Deutschland und Italien“ am 2. Februar 2012

[Auf dem Campus, 25.01.2012] Die Zentrale Kustodie der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) lädt zur Eröffnung der Sonderausstellung „Kampf um Rom – Klassizismus in Deutschland und Italien“ am 2. Februar 2012 um 17 Uhr in die Aula der Universität ein:
Präsentiert wird die Privatsammlung Dr. Wolfgang von Wangenheims, die bis 2009 in der Studienstätte Schloss Nöthnitz e.V. bei Dresden zum Gedenken an Johann Joachim Winckelmann (1717-1768) und Reichsgraf Heinrich von Bünau (1697-1762) ausgestellt war.
Die Sammlung entstand erst in jüngster Zeit und ist dem Wirken Winckelmanns gewidmet. Sie umfasst Ölgemälde und Graphiken zu Themen der Antike und der Renaissance. Hinzu kommen Bilder und Nachbildungen von Kleinplastiken, darunter Figuren nach römischem Vorbild, die im Wörlitzer Park zu finden sind. Außerdem können die Besucher in der Schau Radierungen mit Ansichten Roms von Giuseppe Vasi und Giovanni Battista Piranesi betrachten oder kolorierte Kupferstiche von Wandsegmenten und Deckengestaltungen der Stanzen Raffaels (Gemächer im Vatikanpalast) bewundern.
Einige dieser Kunstwerke gehörten gewissermaßen zur Verwandtschaft der Schätze aus dem Kupferstichkabinett der Universität, sagt Kustos Dr. Ralf-Torsten Speler. Mit der Sonderausstellung gedenke die Universität ihres Alumnus, des ehemaligen Studenten Johann Joachim Winckelmann, so Dr. Speler. Genau am 4. April 1738 schrieb sich Wickelmann für ein Theologiestudium an der halleschen Universität in das Matrikelbuch ein, das ebenfalls in der Ausstellung vorgestellt wird – also kein Zufall, dass am 4. April 2012 die Finissage stattfindet.
Zu den besonderen Höhepunkten jedoch gehörten einige der als Radierungen angefertigten Kopien der Fresken der in der Barockzeit ausgegrabenen Villa Negroni, beschreibt Dr. Speler ausgewählte Kostbarkeiten der Schau. Darüber hinaus gibt es Bilder von Gestalten der griechischen Mythologie und weitere bedeutende Kunstwerke der Winckelmann-Zeit zu sehen. Thematisiert werden auch die Antikenrezeption in Rom zur Zeit Winckelmanns sowie die Vasensammlung Sir Willian Hamiltons (1730-1803).

Abbildung: Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Abbildung: Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Wandfresko aus der antiken Villa Negroni in Rom mit der Darstellung „Baccus und Ariadne“, kolorierte Radierung von Angelo Campanello (1746-1811) nach Anton von Maron (1731-1808), 1783

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Freitag 11 bis 13 Uhr und 14 bis 18 Uhr
Sonntag 14 bis 18 Uhr
Montag und Samstag geschlossen

Zur Ausstellung ist ein reich bebilderter Katalog erhältlich. Die Exposition läuft bis zum 4. April 2012. Der Eintritt ist frei.

Folgende Vorträge im Historischen Hörsaal des „Löwengebäudes“ begleiten die Ausstellung:

Donnerstag, 23. Februar 2012, 18 Uhr:
„Friedrich Wilhelm von Erdmannsdorff – Begründer der klassizistischen Baukunst in Deutschland“
Dr. Ralf-Torsten Speler, Zentrale Kustodie

Donnerstag, 22. März 2012, 18 Uhr:
„Die Wahrnehmung zeitgenössischer Kunst und Architektur Oberitaliens in Briefen und Reisetagebüchern zwischen 1775 und 1850“
Dr. Ingo Pfeifer, Kulturstiftung DessauWörlitz

Mittwoch, 4. April 2012, 15 Uhr:
Finissage mit Vortrag und letzter Führung
„AMOR PERENNIS – Antiker Mythos in Graphik der Neuzeit“
Dr. Wolfgang von Wangenheim, Berlin

Weitere Informationen zum Thema:

MARTIN-LUTHER-UNIVERSITäT HALLE-WITTENBERG
Zentrale Kustodie

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