Fliegende Sternwarte SOFIA: Kooperation der Universität Stuttgart mit Lufthansa Technik

Technische Beratung für Deutsches SOFIA Institut (DSI) vertraglich vereinbart

[Auf dem Campus, 22.04.2012] Die Universität Stuttgart und Lufthansa Technik AG in Hamburg haben am 20. April 2012 einen Rahmenvertrag über die technische Beratung und Unterstützung des Deutschen SOFIA Instituts (DSI) der Universität Stuttgart unterschrieben:
Das DSI koordiniert den Betrieb der fliegenden Sternwarte SOFIA (Stratosphären Observatorium für Infrarot-Astronomie) im Auftrag des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR). Die erste Aktivität der Partner wird die Vorbereitung eines umfassenden technischen Checks von „SOFIA“ sein, der voraussichtlich im Jahr 2014 durchgeführt werden soll.
„SOFIA“ ist ein Gemeinschaftsprojekt der US-amerikanischen Luft- und Raumfahrtbehörde NASA und des DLR. Die derzeit einzige fliegende Sternwarte weltweit kann in einer Flughöhe von zehn bis 13 Kilometern Beobachtungen in Wellenlängenbereichen durchführen, die aufgrund der Wasserdampfabsorption der Erdatmosphäre mit bodengebundenen Teleskopen nicht möglich sind.
Seit 2008 hält Lufthansa Technik bereits den Rahmenvertrag für die Instandhaltung und Modifikation an dem DLR-Forschungsflugzeug vom Typ Airbus A320. Die dabei gemachten Erfahrungen im Umgang mit den besonderen Anforderungen an ein Forschungsflugzeug sind nach Einschätzung der Universität Stuttgart die besten Voraussetzungen für die Unterstützung des „SOFIA“-Projekts.
Das DSI ist insbesondere für den Betrieb des 17 Tonnen schweren Teleskops zuständig, das sich an Bord einer stark modifizierten Boeing 747SP – eine um etwa 14 Meter verkürzte Version der 747 – befindet. Die Ingenieure und Experten der Lufthansa Technik in Hamburg haben umfangreiche Erfahrung mit modifizierten und für Privat- und Regierungskunden umgebauten großen Verkehrsflugzeugen. Eine 747SP mit einer solch anspruchsvollen technischen Ausstattung sei auch für sie etwas Besonderes und sie freuten sich auf die Zusammenarbeit mit den Technikern und Ingenieuren des DSI, sagt Dr. Hans Schmitz, Leiter „VIP & Executive Jet Solutions“ bei Lufthansa Technik.
„SOFIA“ ermögliche es Astronomen im Bereich infraroter Wellenlängen mit bisher unbekannter Flexibilität zu forschen. Die Herausforderungen eines solchen Forschungsplans hätten mit denen eines Flugplans durchaus Ähnlichkeit. Die Expertise der Lufthansa Technik könnten sie daher gut gebrauchen, sagte Dr. Bettina Buhlmann, Kanzlerin der Universität Stuttgart.
Die erste Aufgabe der Lufthansa Technik innerhalb des geschlossenen Rahmenvertrages wird die Vorbereitung des DSI-Teams auf technische Arbeiten an diesem Flugzeug sein, die 2014 für „SOFIA“ anstehen.

Weitere Informationen zum Thema:

Deutsches SOFIA Institut
Kompetenzzentrum für Infrarotastronomie – Deutsches Betriebszentrum des SOFIA Observatoriums

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