Elina Kiss erhält Barbara-Hobom-Preis 2011

Finnische Doktorandin an der Spemann Graduiertenschule (SGBM) der Universität Freiburg wird am 19. März 2012 geehrt

[Auf dem Campus, 14.02.2012] Elina Kiss, finnische Doktorandin an der Spemann Graduiertenschule (SGBM) der Universität Freiburg, bekommt am 19. März 2012 um 11 Uhr den „Barbara-Hobom-Preis 2011“ überreicht:
Diese Auszeichnung wird vom Exzellenzcluster „BIOSS“ (Centre for Biological Signalling Studies) jährlich für herausragende Forschungsprojekte in der Synthetischen Biologie, in Signalling und Bioengineering verliehen. Mit dem Preis, der mit 10.000 Euro dotiert ist, unterstützt „BIOSS“ vielversprechende junge Wissenschaftlerinnen.

Foto: Albert-Ludwigs-Universität Freiburg

Foto: Albert-Ludwigs-Universität Freiburg

Preisträgerin 2011: Doktorandin Elina Kiss

Die Preisträgerin untersucht in der Arbeitsgruppe von Prof. Andreas Diefenbach, am Institut für Medizinische Mikrobiologie und Hygiene, die Rolle von Zellen des angeborenen Immunsystems im Darm. Ihr besonderes Interesse galt den sogenannten „innate lymphoid cells“ (ILC) welche durch die Bildung zahlreicher Lymph-Cluster das Immunsystem des Darms mit aufbauen und uns so vor Darminfektionen und Entzündung schützen. In ihrer Forschungsarbeit konnte Kiss zeigen, dass der Aryl-Hydrocarbon-Rezeptor auf den ILC die Bildung der Lymph-Cluster beeinflusst. Bestimmte Nährstoffe in Gemüsen wie Broccoli oder Rosenkohl aktivieren diesen Rezeptor, erklärt die Preisträgerin, und stärken so die ILC-Zellen – dadurch wird das Auftreten bestimmter bakterieller Darminfektionen verhindert. Mit dem Preisgeld kann die Doktorandin den Effekt der Rezeptoren auf die ILC-Zellen nun noch genauer untersuchen.
Für Prof. Dr. Michael Reth, Sprecher von „BIOSS“, und Vorsitzender der Jury, die den „Barbara-Hobom-Preis“ vergibt, sind die Forschungsergebnisse von Kiss ein schönes wissenschaftlich belegtes Beispiel dafür, dass eine gesunde Ernährung die Funktion des Immunsystems positiv beeinflusst. Die Arbeit der jungen Forscherin der SGBM über den Zusammenhang von Umwelteinflüssen auf das Immunsystem wurde 2011 im renommierten Fachjournal „Science“ veröffentlicht. Dr. Barbara Hobom überreicht den nach ihr benannten Preis im Rahmen des „BIOSS“ Seminarkurses „Synthetic Biology and Signalling“ im Hörsaal der Biologie I in der Hauptstraße persönlich an die Preisträgerin.
Dr. Hobom war Biologin an der Universität Freiburg und Wissenschaftsjournalistin. In einem Artikel in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ benutzte sie bereits vor 21 Jahren den Begriff „Synthetische Biologie“.

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