Deutscher Buchpreis 2010 für Grenzgänger-Reisestipendiatin Melinda Nadj Abonji

Programm der Robert Bosch Stiftung ermöglichte Recherchen für den Roman „Tauben fliegen auf“

[Auf dem Campus, 08.10.2010] Am 4. Oktober 2010 wurde Melinda Nadj Abonji für ihren Roman „Tauben fliegen auf“ mit dem Deutschen Buchpreis 2010 ausgezeichnet:
Ein Stipendium der Robert Bosch Stiftung hatte ihr von Juli bis Oktober 2007 eine Reise nach Serbien ermöglicht, um vor Ort zu recherchieren – mit dem Programm „Grenzgänger“ werden in Zusammenarbeit mit dem „Literarischen Colloquium Berlin“ Autoren gefördert, die für Veröffentlichungen in Literatur, Film oder Hörfunk für Recherchen in die Länder Mittel-, Ost- und Südosteuropas reisen. Deren Werke sollen zur Diskussion anregen, den Dialog und das gegenseitige Verständnis fördern und können unterschiedliche Themenbereiche, Länder und historische Epochen umfassen.
In der serbischen Kleinstadt Zenta in der Vojvodina führte Abonji zahlreiche Interviews; dabei habe sie immer wieder hautnah die erschreckende Realität eines Landes erlebt, in dem vor kurzem noch Krieg herrschte. Oft ging es um die Frage, warum aus Jugoslawien ein „Trümmerhaufen sogenannter unabhängiger Staaten“ geworden sei, in denen sich Minderheiten vor der Mehrheit fürchteten. Als Angehörige der ungarischen Minderheit und des Serbischen nicht mächtig, stieß sie hin und wieder auf Feindseligkeit und auf Spuren der einseitigen Medienberichterstattung, die sich in den Köpfen der Menschen festgesetzt hat.

Weitere Informationen zum Thema:

Deutscher Buchpreis
Auzüge aus der Preisverleihung 2010

Robert Bosch Stiftung
Melinda Nadj Abonji:Tauben fliegen auf

Robert Bosch Stiftung, 05.10.2010
Deutscher Buchpreis für Grenzgänger-Autorin Melinda Nadj Abonji

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