Caroline Schäfer gewann Value Day Award für Controlling

Strategische Preisgestaltung bei der Einführung neuer Produkte, für die Konsumenten noch keine Referenzpreise im Kopf haben

[Auf dem Campus, 19.02.2012] Caroline Schäfer hat in einem internationalen Wettbewerb den mit 2.000 Euro dotierten „Value Day Award“ für Controlling gewonnen:
Dafür musste die junge Wirtschaftswissenschaftlerin am 9. Februar 2012 im österreichischen Dornbirn an der Fachhochschule Vorarlberg vor einer internationalen Fachjury aus Universitätsprofessoren und Wirtschaftsvertretern das Thema ihrer Diplomarbeit verteidigen. Die 28-Jährige setzte sich dabei im Bereich Controlling mit ihrem Beitrag zur „Entwicklung von Pricing-Strategien für Produktinnovationen“ gegen sechs Konkurrenten durch. In ihrer Arbeit geht es um die strategische Preisgestaltung zur Erschließung preislicher Wertschöpfungspotenziale.

Foto: Jörg Pütz, Universität des Saarlandes

Foto: Jörg Pütz, Universität des Saarlandes

Caroline Schäfer

In ihrem ausgezeichneten Beitrag beschäftigt sich Schäfer mit der strategischen Preisgestaltung bei der Einführung neuer Produkte, für die Konsumenten noch keine Referenzpreise im Kopf haben. Da einmal gesetzte Preise den Spielraum für künftige Preisanpassungen bestimmen, ist die Preisgestaltung im Falle von Produktinnovationen umso wichtiger. Daher sollten die Preisentwicklungen soweit wie möglich strategisch geplant werden. Dies setzt die Betrachtung eines neuen Produktes über dessen gesamten Produktlebenszyklus sowie die Beachtung möglicher dynamischer Effekte voraus.
In ihrer Arbeit zeigt Schäfer auf, welche potenziellen langfristigen Wechselwirkungen zwischen Preis, Absatz, Kosten und Gewinn existieren, wie diese sinnvoll zu quantifizieren und in einem flexiblen, dynamisch ausgestalteten Modell zu integrieren sind. So können Hersteller neuer Produkte mithilfe der dynamischer Programmierung sowie verschiedener Modellszenarien Schlüsse auf produktspezifische Preisstrategien ziehen,
indem sie modellhaft anhand mathematischer Funktionen durchspielen, welche Konsequenzen es für die Preisgestaltung hat, wenn einzelne Parameter wie zum Beispiel der so genannte Nachahmungskoeffizient verändert werden.
In der Begründung der Jury heißt es, dass sich Schäfers Arbeit insbesondere durch einen hohen Komplexitätsgrad, methodische Qualität sowie gute Verständlichkeit auszeichnet. Schäfer promoviert zurzeit an der Universität des Saarlandes am Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Controlling, bei Professor Dr. Alexander Baumeister.

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