Benefizkonzert der Universitätskirche St. Pauli am 5. Februar 2012 in der Thomaskirche zu Leipzig

Neue Universitätskirche benötigt nach historischem Vorbild eine „ Schwalbennestorgel“

[Auf dem Campus, 03.01.2012] Unter der Schirmherrschaft von Stanislaw Tillich, dem Ministerpräsidenten des Freistaates Sachsen, musizieren Universitätsorganist Daniel Beilschmidt, Gesine Adler (Sopran), Susanne Krumbiegel (Alt), Martin Petzold (Tenor) und Gotthold Schwarz (Bass) sowie das Pauliner Barockensemble mit Werken von Johann Sebastian Bach, Pierre François Boëly, Daniel Beilschmidt und Francis Poulenc. Karten zu 19 Euro bzw. ermäßigt neun Euro (inkl. VVK) sind an allen Vorverkaufsstellen erhältlich.

Foto: Dreh- und Angelpunkt – Kulturprojekte, LeipzigUniversitätsmusikdirektor David Timm

Inmitten des Universitäts-Campus am Leipziger Augustusplatz entsteht gegenwärtig ein Raum, der Universitätsaula und zugleich die neue Universitätskirche „St. Pauli“ sein soll. Auf der Westempore dieses Raumes, etwa am gleichen Ort, wo in der am 30. Mai 1968 auf Geheiß der SED gesprengten Paulinerkirche die alte romantische Mende-Orgel stand, wird nun mit Haushaltsmitteln der Universität von der Firma Jehmlich eine neue Orgel errichtet – diese Hauptorgel allein kann indes nicht allen liturgischen und kirchenmusikalischen Anforderungen genügen. Die neue Universitätskirche benötigt darum nach historischem Vorbild eine zusätzliche, kleinere Orgel, mit der an die Jahrhunderte alte traditionsreiche Musikgeschichte der alten Universitätskirche angeknüpft werden kann:
In Michael Praetorius’ „Syntagma musicum“ von 1619 finden sich Hinweise, dass es in der Paulinerkirche um 1528 eine kleine Orgel gegeben hat, die „in die höhe bey die Chor als Schwalbennest gesetzt“ war. Eine solche „Schwalbennestorgel“ soll nun hoch oben an der Wand im Chorraum der Universitätskirche entstehen. Dieses Instrument im Renaissance-/Frühbarockstil (mit zehn bis maximal 25 Registern) soll die künftige Musikspielstätte Universitätskirche „St. Pauli“ bereichern. Da es in weitem Umkreis keine vergleichbare Orgel gibt, gewinnt auch die Musikstadt Leipzig mit der Schwalbennestorgel ein absolutes Alleinstellungsmerkmal.
Die Stiftung „Universitätskirche St. Pauli zu Leipzig“ hat sich zu ihrem ersten Ziel gesetzt, an der Finanzierung der Orgel mitzuwirken. Der Freistaat Sachsen trägt mit insgesamt 180.000 Euro zum Bau der Orgel und zu deren Einbau in die Kirche bei. Eine Zuwendung von 100.000 Euro konnte die Stiftung zweckgebunden bei der Stadt Leipzig einwerben. Die weitere Mitfinanzierung in Höhe von 50.000 Euro erfolgt durch die Stiftung, somit vor allem durch die Bürger Leipzigs selbst. Zu diesem Zweck veranstaltet die Stiftung gemeinsam mit der Universitätsmusik unter der Leitung von David Timm am 5. Februar 2012, 20 Uhr, in der Thomaskirche zu Leipzig das Benefizkonzert zugunsten der Schwalbennestorgel der Universitätskirche „St. Pauli“.

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