Absolventen der FH Aachen wirken beim ersten Parabolrinnen-Kraftwerk in Thailand mit

Neues Kraftwerk soll in der Lage sein, 10.000 Haushalte mit Strom zu versorgen

[Auf dem Campus, 25.01.2012] Am 25. Januar 2012 speist das erste Parabolrinnen-Kraftwerk mit Direktverdampfung (TSE 1) erstmals fünf MW elektrische Leistung in das öffentliche Energienetz Thailands:
Forscher vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) waren an der Planung beteiligt und haben bei der Entwicklung des Konzepts beratend zur Seite gestanden. Der zuständige Projektleiter vom DLR, Dirk Krüger, ist ehemaliger Absolvent der FH Aachen. Gebaut hat es die deutsche Firma Solarlite, bei der ebenfalls sechs Absolventen der FH Aachen beschäftigt sind und die bei diesem Großprojekt mitgewirkt haben. Sie alle haben am Campus Jülich der FH Aachen studiert und sind teilweise ehemalige Mitarbeiter des „Solar Instituts Jülich“ der FH Aachen.
Das neue Kraftwerk soll in der Lage sein, 10.000 Haushalte mit Strom zu versorgen. 15 weitere Energielieferanten dieser Bauart sind bereits für Thailand geplant. TSE 1 ist das erste Parabolrinnen-Kraftwerk weltweit, das auf der Basis der Direktverdampfung von Wasser arbeitet. Dieses Verfahren gilt als besonders umweltfreundlich und effizient. Der Unterschied zu konventionellen Kraftwerken ist, dass die Sonne, die die benötigte Energie für die Dampferzeugung liefert, eine kostenlose Ressource darstellt.
Das Prinzip dahinter ist einfach – Parabolspiegel bündeln das Sonnenlicht auf ein sogenanntes Absorberrohr. Dieses befindet sich in der Brennlinie. Die Sonnenenergie wird in Wärme umgewandelt und an einen Wärmeträger abgegeben. Das Besondere bei dem Kraftwerk von Solarlite ist, dass es sich bei dem Träger um Wasser und eben nicht um Öl handelt. Mit dem entstehenden Dampf wird, wie in einem herkömmlichen Kraftwerk, über eine Turbine und einen Generator Strom produziert. Wird die Wärme direkt durch das Wasser übertragen, könne die Prozesstemperatur eines Kraftwerks und damit dessen Wirkungsgrad gesteigert werden. Langfristig könnten mit der solaren Direktverdampfung so die Kosten von Sonnenwärmekraftwerken gesenkt werden, erklärt Prof. Robert Pitz-Paal, Leiter des DLR-Instituts für Solarforschung.
In Deutschland ist der Bau eines vergleichbaren Kraftwerks eher schwierig, da die direkte Sonneneinstrahlung zu gering ist. Aber für Länder aus dem Sonnengürtel der Erde hat dieses neue Verfahren zur Energieerzeugung große Bedeutung. So könnten sie neben Strom auch Wärme erzeugen, was sich besonders für industrielle Unternehmen als interessant gestaltet.

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