Studium Fundamentale Wissenstechnologie an der Universität Erfurt bringt Studikit hervor

Softwarelösung soll Klarheit für den Kopf schaffen

[Auf dem Campus, 22.03.2012] Drei Semester lang haben sich Studentinnen und Studenten zusammen mit ihrem Dozenten, Reinhard Boltin, und mit Prof. Dr. Manfed Lutherdt, der das Seminar wissenschaftlich betreut hat, mit der Frage beschäftigt, wie sich Wissen organisieren lässt, Daten bündeln und sortieren, um Klarheit für den Kopf schaffen. Diesem Ziel widmete sich das Studium Fundamentale „Wissenstechnologie“ an der Universität Erfurt und heraus kam eine Benutzeroberfläche für den PC, mit der sich Wissen und Informationen des jeweiligen Nutzers individuell managen lassen – sei es nun allein oder im Austausch mit anderen. „Studikit“ haben sie ihre „Erfindung“ genannt und jetzt an der Universität Erfurt vorgestellt.
Er beschäftige sich schon seit langer Zeit mit dem Thema Wissensmanagement, erklärt Dozent Boltin, Geschäftsführer der ISA-Tech Gmbh Mühlhausen, der die Seminare im Studium Fundamentale geleitet hat und gerade selbst an der Universität Erfurt zum Thema „Wissenstechnologie“ promoviert. „Wo kommt unser Wissen her, wie wenden wir es im Bereich der Wirtschaft an, wie wird es genutzt und wie kann es wirksam gemacht werden?“ – solche Fragen hätten ihn immer interessiert, und dabei habe er Technik und Sozialwissenschaften in ein Boot holen wollen. Die Arbeit mit den Studentinnen und Studenten sei für ihn eine große Bereicherung. Sie hätten aus ihrem Alltagsleben so viele Ideen eingebracht und kluge Fragen gestellt, so dass sie am Ende mit ihrer Software gemeinsam etwas geschaffen hätten, das nun jedermann nutzen könne, um für sich „Klarheit für den Kopf“ zu erlangen.
Das „Studikit“ − ein sogenanntes „Computercockpit“ − sei nun ein einfach zu handhabendes Instrument, das IT-gestützt Informationen bündele und sortiere und das sich jeder Nutzer nach seinen individuellen Bedürfnissen konfigurieren könne, erläutert Boltin. Es gebe heute so viele Informationen, so viel Wissen – wir würden praktisch damit überflutet. Wer dabei einen klaren Kopf behalten will, brauche Orientierungskompetenz, müsse sich sortieren und das für ihn selbst nützliche von unnützem Wissen unterscheiden, um eigene Ziele nicht nur besser formulieren, sondern auch ansteuern zu können. Das „Studikit“ funktioniere dabei wie eine Art Sieb oder Filter für den eigenen Wissenshorizont.
Von studentischer Seite sei es ausprobiert worden, seien jeweils eigene „Computercockpits“ für den eigenen Lernalltag zusammengestellt und dabei für sich selbst individuelle Wissenspakete geschnürt worden – sei es nun zum Thema „Studieren mit Kind“, zu den jeweiligen Hausarbeitsthemen oder zur Studienorganisation. Das Schöne an dieser Sache sei, dass ihre Systemlösung für jedermann individuell zu gestalten, leicht zu handhaben und vor allem enorm vielseitig einsetzbar sei, sagt Boltin nicht ohne Stolz.
Auf der „Studikit“-Benutzeroberfläche gibt es neben einem Bereich für die Dateiablage (Aktenbox, gemeinsames Laufwerk bzw. Dropbox, Serverbox) verschiedene Permanent-Links sowie einen Bereich für individuelle Startprofile, der die gesammelten Informationsstände bündelt und mit einem Klick abrufbar macht. Boltin hat mit der ISA-Tech GmbH die Software entwickelt, die Inhalte werden von studentischer Seite gestaltet. Herausgekommen ist dabei ein Bausatz, der als Software geliefert wird, vom Nutzer nach eigenen Bedürfnissen gefüllt und auch unter verschiedenen Nutzern ausgetauscht werden kann.
Dabei ist das „Studikit“ längst nicht nur für Studentinnen und Studenten geeignet – im Grunde sei es ein Instrument für das Projektmanagement allgemein, so Boltin. Ob es nun um Gebäude- oder Vertriebsmanagement eines Unternehmens geht, um Studienplanung, eine wissenschaftliche Arbeit oder ein künstlerisches Vorhaben − für alles, wozu man Wissen sammeln, bündeln, sortieren, austauschen oder speichern möchte, sei das „Studikit“ eine technische Lösung. Bislang ist die Software nur für den PC erhältlich, nächstes Ziel sei es aber, eine Variante für Smartphones zu entwickeln – dann gebe es „Klarheit für den Kopf“ auch im Hosentaschenformat.

Weitere Informationen zum Thema:

Klarheit für den Kopf
Ein Unternehmen der Kreativwirtschaft

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