SAMPE-Innovationspreis zum wiederholten Mal einem ITA-Studenten zuerkannt

Sebastian Hertle für Projektarbeit „Neuartige Methode zur Vernetzung und Berechnung von 3D-Geweben in Faserverbundanwendungen“ ausgezeichnet

[Auf dem Campus, 14.03.2012] Die deutsche Sektion der „Society of Material and Process Engineering“, die SAMPE Deutschland e.V., hat am 29. Februar 2012 den „Innovationspreis 2012“ u.a. an Sebastian Hertle, Student am Institut für Textiltechnik (ITA) der RWTH Aachen, verliehen. Die Preisverleihung fand anlässlich des „18. Nationalen Symposions“ der SAMPE Deutschland e.V. in Karlsruhe statt.
Hertle wurde für seine Projektarbeit „Neuartige Methode zur Vernetzung und Berechnung von 3D-Geweben in Faserverbundanwendungen“ ausgezeichnet. Er trug mit seiner Projektarbeit zum 3. Arbeitspaket des öffentlich geförderten ERA-SME-Projektes „Multirapier“, ein gemeinsames deutsch-belgisches Forschungsprojekt, bei. 3D-Gewebe eignen sich hervorragend für einen Einsatz im Maschinenbau, in der Luftfahrt, in der Automobilbranche und im Ballistikschutzbereich, da sie eine geringe Rissfortpflanzung und ein gutes Impact- und Delaminationsverhalten bieten. Bislang war die Berechnung von 3D-Geweben sehr zeit- und ressourcenaufwändig. Durch die Entwicklung einer neuartigen Vernetzungsmethode sei es Hertle gelungen, die Rechendauer und die Speicherkapazität der Berechnungsmethode um ein Vielfaches zu reduzieren – von 6,5 Stunden auf nur fünf Sekunden, von einem Speicherbedarf von 1,16 Gigabyte auf nur 2,78 Megabyte. Dies habe er durch die Verwendungen von eindimensionalen Balkenelementen anstelle von Volumenelementen erreicht. Die Interaktion der Garne bzw. der Balkenelemente sei durch ein Feder-Dämpfer-Modell gegeben. Ein zusätzlicher Vorteil dieser neuartigen Methode für 3D-Gewebe in Faserverbundanwendungen sei die Vermeidung von Instabilitäten. Durch diese Verbesserung sei es nun in einem sehr viel höheren Maße möglich, die großen Vorteile der 3D-Gewebe und Faserverbundanwendungen zu nutzen.

Foto: RWTH Aachen

Foto: RWTH Aachen

Prof. Frank Henning gratuliert Sebastian Hertle

Hertles Projektarbeit wurde vom Leiter des Instituts für Textiltechnik, Prof. Dr. Thomas Gries, und dem ITA-Promovenden Dipl.-Ing. Benedikt Wendland betreut. Hertle wird seine Arbeit auf der nächsten „SAMPE Europe“-Tagung in Paris vorstellen. Im Jahr 2010 wurde Hertles Betreuer Benedikt Wendland selbst und im Jahr 2009 ebenfalls eine Studentin des ITA durch die SAMPE ausgezeichnet – Anerkennungen, die für das hohe Niveau der fachlichen Ausbildung an der RWTH Aachen sprechen.
Der Innovationspreis der SAMPE Deutschland e.V. ist ein wichtiges Instrument zur Förderung des Nachwuchses und dient der Auszeichnung hervorragender wissenschaftlicher Arbeiten, die sich mit innovativen Werkstoffanwendungen, neuen Verarbeitungsprozessen oder interessanten Werkstoffkombinationen im Bereich der Verbundwerkstoffe beschäftigen.

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