RWTH: 42. Internationales Wasserbau-Symposium am 12. und 13. Januar 2012 in Aachen

Schutz vor Hochwasser als Daueraufgabe

[Auf dem Campus, 05.01.2012] Auch im 21. Jahrhundert stellt Hochwasser weiterhin eine existenzielle Bedrohung für Bevölkerung, Industrie, Landwirtschaft, Gebäude und Infrastruktur-Einrichtungen dar. In den letzten Monaten zeigten wieder Bilder nicht nur aus Australien und Pakistan, sondern auch aus deutschen Bundesländern, dass trotz der Aktivitäten für einen vorsorgenden Hochwasserschutzes weiterhin Gefährdungen bestehen. Das „42. Internationale Wasserbau-Symposium Aachen“ (IWASA) widmet sich daher der Daueraufgabe Hochwasserschutz:
Organisiert wird es vom Institut für Wasserbau und Wasserwirtschaft (IWW) der RWTH unter der Leitung von Professor Dr.-Ing. Holger Schüttrump. Technischer Hochwasserschutz sei nur eine wesentliche Komponente – Flächenvorsorge, Risikovorsorge, Bauvorsorge und Informationsvorsorge seien ebenso notwendig. Besonders die EU-Hochwasserrichtlinie fordere neben Hochwassergefahrenkarten auch die Erstellung von Hochwasser-Risikokarten und -Risikomanagementplänen. Mit diesen sollten Instrumente zur Verfügung stehen, um Hochwasser-Risiken auch flussgebietsübergreifend managen, vergleichen und bewerten zu können. Eine unmittelbare Verbesserung des Hochwasserschutzes sei aber erst dann zu erwarten, wenn die vorgeschlagenen Maßnahmen zur Reduktion der Schadenspotenziale umgesetzt und die Informationen von den Betroffenen wahrgenommen und befolgt würden. Trotz aller Anstrengungen werde es aber nicht gelingen, das Hochwasser-Risiko vollständig zu reduzieren. Ziel sollte sein, akzeptable Risikowerte zu erreichen sowie die Bereiche mit dem höchsten Risiko identifizieren zu können, um dann geeignete Maßnahmen zu erarbeiten. Auf diese Weise könnten der Hochwasserschutz optimiert und die öffentlichen Haushalte geschont werden.
Das renommierte Wasserbau-Symposium in Aachen richtet sich vor allem an Bauingenieurinnen und Bauingenieure aus den Bereichen Wasserbau und Wasserwirtschaft, steht aber grundsätzlich allen Interessierten offen. Erwartet werden wieder rund 400 Teilnehmer aus dem In- und Ausland. Veranstaltungsort ist das Technologiezentrum in der Dennewartstraße 25/27 in Aachen. Eine Voranmeldung ist nicht erforderlich, die Teilnahme kostenfrei. Dies wird unter anderem durch die Unterstützung des Ministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen (MKULNV), proRWTH und des Fördervereins des IWW ermöglicht.

Weitere Informationen zum Thema:

42. Internationales Wasserbau-Symposium Aachen (IWASA)
Hochwasser – eine Daueraufgabe! / 12. und 13. Januar 2012

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