Pro Vitalkosternährung: Stefan Kutter setzt sich mit Ernährungsdogmen sowie -mythen auseinander

Neues Buch gibt praktische Tipps zur Ernährungsumstellung

[AdC, 25.10.2013] In einem Zeitalter der Lebensmittelskandale ahnen wir, trotz so vieler widersprüchlicher Meldungen in den Medien über den Nutzen oder Schaden bestimmter Nahrungsmittel und Zusatzstoffe, dass bei einer verlängerten durchschnittlichen Lebensdauer unsere Ernährungsgewohnheiten über Jahrzehnte hinweg unserem Körper, unserer Gesundheit und unserem Wohlgefühl Gewalt antun, womöglich irreparabel. Insbesondere wer nun noch weit über eine willkürliche Ruhestandsgrenze hinweg selbst und ständig tätig sein muss oder bewusst sein möchte, tut also gut daran, die eigenen eingespielten Verhaltensmuster selbstkritisch zu hinterfragen – ohne einem modischen Hype oder totalitären Deutungsansatz blind zu folgen.

Ernährungsdogmen und -mythen auf dem Prüfstand

Ernährungsexperte Stefan Kutter stellt am 17. November 2013 in Berlin sein aktuelles Werk „Erfolgreiche Umstellung auf Vitalkosternährung“ in seiner Reihe „Topform leicht gemacht“ der Öffentlichkeit vor. Die Komplexität des Themas gebietet es, vorab im selben Atemzug eine Empfehlung auszusprechen, nämlich sich anhand z.B. dieser Publikation intensiv mit Ernährungs- und Gesundheitsfragen in eigener Sache zu beschäftigen, und zugleich auch eine Warnung, ist doch nicht auszuschließen, dass die Lektüre einen Wandel des eigenen Denkens, Fühlens und Handelns geradezu herausfordert. Kutter, u.a. studierter Wirtschaftsingenieur mit F&E-Erfahrungen in der Medizintechnik, ist mit dem Anspruch angetreten, mit verbreiteten Ernährungsdogmen und -mythen aufzuräumen.

Verfasser kann Ingenieurshintergrund nicht leugnen

Kutters Ingenieurshintergrund ist es wohl auch, der zu einer nüchternen, sachlichen Darstellungsweise geführt hat – und daher umso mehr berührt, aber als Nachgeschmack. Denn es fehlt so jegliche esoterische Überformung und Verbrämung, deren Vorhandensein es leicht machen würde, die Darstellungen als unwissenschaftlich und propagandistisch abzutun. Die gut lesbaren, übersichtlichen Ausführungen indes zeugen von hohem Sachverstand sowie intensiver Recherche und laden die Leser ein, sich mit den Argumenten auseinanderzusetzen. Wer kann und will, möge sie widerlegen oder verifizieren!
Gerade wer – wie der Autor dieser Rezension auch – einem guten Glas Bier und einer zünftigen Fleischspeisung nicht abgeneigt ist und andererseits Unbehagen gegenüber platten Öko- und Bioweisheiten selbsternannter Gutmenschen im Grünen Spektrum verspürt, wird dieses Buch selbstverständlich sehr kritisch lesen und hinterfragen – und dazu lädt Kutter auch explizit ein und bittet um Rückkopplung, mit dem Ziel einer Optimierung seiner Ernährungsprogramm-Reihe. Statt der soeben erwähnten Bier-Fleisch-Kombination rät Kutter übrigens zur Alternative Rotwein mit Erdnüssen oder Fritten…

Auch Konflikte bei der Ernährungsumstellung thematisiert

Natürlich wirft dieses Buch auch ganz existenzielle persönliche Fragen auf:
Hätte ich die Disziplin zum Durchhalten des Programms, wenn ich dessen grundsätzliche Prinzipien für plausibel erachte?
Gesetzt den Fall, ich schaffe die Umstellung und finde meinen Weg zu einer gesundheitlichen Konsolidierung oder gar Verbesserung, die mir ein solches positives Lebensgefühl schenkt, dass ich ohne Verlustgefühl vielen umstrittenen Lebens- und Genussmitteln aus freiem Willen entsagen kann, wie verhalte ich mich dann in einem noch nicht umgestellten Umfeld voller Versuchungen und Herausforderungen (etwa bei Essenseinladungen oder gesellschaftlichen Ereignissen mit herkömmlicher Küche)?
Nun, in einem Extrakapitel, „Konfliktmanagement bei der Ernährungsumstellung“, reißt Kutter prägnant die Probleme mit einem solchen gravierenden Schritt an und verdeutlicht auch, dass das mir Bekömmliche und Dienliche nicht automatisch für andere gleichermaßen gut sein muss. Es ehrt den Autor, dass er schon zur Einleitung schreibt: „Sicherheit, Praktikabilität und ein gutes Bauchgefühl haben dabei oberste Priorität!“ Entschieden warnt Kutter, dass eine abrupte Änderung der Ernährungsweise „fatal“ sein kann – das von ihm vorgestellte Ernährungsprogramm ist eben keine Mode-Diät, die in ein paar Wochen wieder einer anderen weicht, sondern ein Angebot, ganz individuell bewusste Grundsatzentscheidungen für die eigene Lebensführung zu treffen – selbstverständlich als mündiger Mensch in konsequenter Eigenverantwortung.

Nahrungsgifte: Die tickende Zeitbombe im eigenen Leib

Wer nun fast am Ende dieser Kurzvorstellung Betulichkeit und Harmlosigkeit vermutet, wird schlagartig mit einer erschreckenden Erkenntnis über die Beschaffenheit des zivilisierten Menschen konfrontiert: Im dritten Kapitel („Vitalkost-Stufenplan“) wird als 8. Stufe die Verringerung der Nahrungsgifte erörtert – in diesem Abschnitt gibt der Autor ein verstörendes Zitat eines Messtechnikers wieder, der normalerweise Abgaswerte von Industrieanlagen prüft: „…da ist alles drin – einfach alles!“ Das Erschreckende ist, dass sich diese Aussage in Bezug auf Schadstoffe im Abgas auf eine Messung in einem Krematorium bezieht. Unsere Körper seien daher „per Definition gefährlicher Sondermüll!“, so der befragte Fachmann.
Mens sana in corpore sano heißt eine lateinische Weisheit, die wohl schon Jahrtausende überdauert hat, dabei leider auch missbraucht wurde, aber in diesem Zusammenhang als Merksatz gedeutet werden kann, dass auf Dauer die Schädigung unseres Körpers es der geistigen Schaffenskraft immer schwerer macht, sich erfolgreich zu entfalten.

Umstellung mit Freude und Genuss

Wer das Glück hatte, als weitgehend gesunder, behinderungsfreier Mensch geboren zu sein, sollte sich dieser Gnade und Eigenverantwortung bewusst sein, einen synergetischen Ausgleich zwischen Körper und Geist zu schaffen und das anvertraute Gut auch konsequent zu pflegen. Dies sollte auch mit Freude und Genuss passieren – unter den Rezeptvorschlägen sind übrigens auch Süßspeisen zu finden, so etwa Mousse au Chocolat, Mandel-Rosinen-Pralinen und Creme-Frucht-Schokolade…

Abbildung: Stefan Kutter

Abbildung: Stefan Kutter

Ernährungsprogramm „Erfolgreiche Umstellung auf Vitalkost-Ernährung“ als Printausgabe

„Erfolgreiche Umstellung auf Vitalkost-Ernährung“
So wechseln Sie einfach und sicher zu einer natürlich-gesunden Ernährungsweise / Mit 20 Basisrezepten
Reihe „Topform leicht gemacht“
Stefan Kutter, 1. Auflage 2013, Eigenverlag www.stefankutter.de, Berlin

Weitere Informationen zum Thema:

Die Buchvorstellung am 17. November 2013 ist bereits total ausgebucht. Die nächste Möglichkeit, das im Buch vorgestellte Ernährungsprogramm kennenzulernen, ist folgendes Seminar:

Seminar Vitalkost-Ernährung mit Coach Stefan Kutter
20.11.2013 19:00-21:00 UHR
http://www.veganz.de/nc/events/seminare/vitalkost-ernaehrung.html

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