Notfallverbund der Archive und Bibliotheken in Münster vereinbart

Hochschulbibliothek der FH, Universitätsarchiv sowie Universitäts- und Landesbibliothek Münster beteiligt

[Auf dem Campus, 25.09.2010] Um gemeinsam Vorsorge zum Schutz ihrer Kulturgüter zu treffen und sich in Unglücks- und Katastrophenfällen gegenseitig zu unterstützen haben sich in Münster – als erster Stadt in Nordrhein-Westfalen – die großen Archive und Bibliotheken zu einem Notfallverbund zusammengeschlossen:
Das Bistumsarchiv, die Diözesanbibliothek, die Hochschulbibliothek der FH, das Landesarchiv NRW, das LWL-Archivamt für Westfalen, das Stadtarchiv, die Stadtbücherei, das Universitätsarchiv sowie die Universitäts- und Landesbibliothek. Dort befinden sich Millionen Bücher und Archivalien, darunter unersetzliche Unikate wie eine Ausfertigung des Westfälischen Friedensvertrages oder die Handschriften und Drucke der Santini-Sammlung, einer der weltweit wichtigsten Musik-Sammlungen.
Das Hochwasser an Elbe und Oder im Jahr 2002, der Brand der „Anna Amalia Bibliothek“ in Weimar 2004 und der Einsturz des Historischen Archivs der Stadt Köln 2009 haben das Bewusstsein in Archiven und Bibliotheken dafür geschärft, dass Katastrophen jederzeit auch die eigene Institution treffen und das aufbewahrte Kulturgut gefährden oder vernichten können.
Die Beteiligten verpflichten sich, für alle von ihren Einrichtungen genutzten Räume nach einem einheitlichen Muster Notfallpläne zu erstellen – dafür gilt es Strukturen und Abläufe zu erarbeiten und zu erproben, um im Unglücks- oder Katastrophenfall den Schaden für das Kulturgut möglichst gering zu halten.

Weitere Informationen zum Thema:

STADT MÜNSTER, 23.09.2010
Neun Archive und Bibliotheken schützen gemeinsam ihr Kulturgut / Stadt, LWL, Landesarchiv, Bistum und Hochschulen gründen in Münster einen Notfallverbund

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