Neuartiges Lasertherapiesystem zur schmerzarmen Kariesbehandlung in der Entwicklung

Projekt MiLaDi (Minimalinvasive Laserablation und Diagnose von oralem Hartgewebe) an der der Universität Bonn

[Auf dem Campus, 19.01.2011] Wissenschaftler der Universität Bonn entwickeln momentan mit Partnern aus Forschung und Industrie ein neuartiges Lasertherapiesystem zur Kariesbehandlung:
Das Gerät soll künftig eine nahezu schmerzfreie und sehr präzise Zahnbehandlung ermöglichen. 6,8 Millionen Euro stellt das BMBF für das Projekt zur Verfügung, das bereits seit 2009 läuft. Jetzt wurde ein erster Prototyp fertiggestellt, den Ärzte und Physiker in Bonn momentan testen – unter anderem an Stoßzähnen von Mammuts.
Der Strahl, mit dem die Bonner Forscher ihre Proben malträtieren, besteht vor allem aus Dunkelheit. 500.000 Mal pro Sekunde „tropft“ aus dem Laser ein kleines Lichtpaket, ähnlich wie Wasser aus einem Wasserhahn. Zweieinhalb Millimeter ist jeder Lichttropfen lang; zwischen zwei Tropfen liegen 600 Meter Finsternis. Der Laser arbeite mit ultrakurzen Pulsen, so Florian Schelle. Wenn so ein Lichttropfen mit geballter Wucht auf den Zahn aufschlägt, zerreißt er die Moleküle. Wärme und Vibrationen werden dabei kaum übertragen; daher dürfte die Methode für Patienten so gut wie schmerzfrei sein.

Weitere Informationen zum Thema:

universitätbonn
Verbundprojekt MiLaDi

universitätbonn, 12.01.2011
Schmerzarme Kariesbehandlung mit dem Laserstrahl Bonner Wissenschaftler entwickeln neues Therapiesystem für Zahnärzte

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