Meta-Sicherheitskonzept des VDI-Ausschusses Technische Sicherheit

„Qualitätsmerkmal Technische Sicherheit – Denkansatz und Leitfaden“ erschienen

[Auf dem Campus, 01.03.2016] Inspiriert von der elementaren Bedeutung interdisziplinär einvernehmlichen Vorgehens in der Sicherheitstechnik für die Qualitätsbewertung technischer Produkte und Prozesse hat der VDI-Ausschuss „Technische Sicherheit“ in intensiver, jahrelanger Arbeit eine umfassende Darstellung zur Sicherheit erarbeitet. Das Werk „Qualitätsmerkmal Technische Sicherheit – Denkansatz und Leitfaden“ erschien im Februar 2016 im Beuth Verlag, Berlin.

Ambitionierte Herausforderung

Der Ausschuss stand nach eigenen Angaben vor einer Herausforderung „ohne Äquivalent in der gesamten Technikgeschichte“. Es galt demnach, das bisher zersplitterte Konzept der anwendungsbereichs-spezifischen Sicherheitsvorgaben zu überwinden.
Hierzu waren das empirische Erfahrungswissen mit existierenden Theorien auf dem Gebiet der Technischen Sicherheit methodisch zusammenzufügen und das bestehende Regelwerk systematisch zu kodifizieren. So sei es schließlich gelungen, eine neue sicherheitsmethodische Arbeitsplattform zu erarbeiten und diese nun zur interdisziplinären Anwendung in kompakter Form darzustellen.

Wachsende Anzahl von Fachdisziplinen vs. ausgeprägter Interdisziplinarität

Die sich seit über 100 Jahren vollziehende rasante Entwicklung in der Technik verursacht die Entstehung immer neuer, separat agierender technischer Fachdisziplinen, während die Systeme und Produkte ein immer höheres Maß an Interdisziplinarität innewohnt. Somit ergeht an alle Prozessbeteiligten die Forderung, dass von der Technik keine Schäden an Leib und Leben sowie an Rechtsgütern Dritter ausgehen dürfen!

Anwendungsspezifische Sicherheitskonzepte vorherrschend

Die Rechtsordnung muss also mittels geeigneter Vorschriften für sicherheitstechnische Regelwerke für die Durchsetzung dieser Forderung sorgen. Indes verfügt heute faktisch jeder technische Anwendungsbereich über ein eigenes Regelwerk zur Technischen Sicherheit. Ob im Bau- oder im Verkehrswesen, in der chemischen Verfahrens-, der Energie- oder in der
Luftfahrttechnik, im Anlagen- oder im Maschinenbau bzw. in der Elektrotechnik: Konzeption und Design (Planungsprozess), Entwicklung, Konstruktion und Herstellung (Realisierungsprozess) und Betrieb, Nutzung sowie Rückbau und Entsorgung (Betriebsprozess) der jeweiligen technischen Einrichtung werden durch anwendungsspezifische Sicherheitskonzepte bestimmt.

Publikation als Pioniertat

Einen globalen Sicherheitsansatz mit anwendungsübergreifender, d.h. interdisziplinärer und den heutigen Entwicklungen entsprechender Gültigkeit gab es bislang noch nicht. Im Kontext seiner historischen Initiativen hatte sich der Verein Deutscher Ingenieure (VDI) dieses Problems angenommen und auf Empfehlung seines Wissenschaftlichen Beirats den interdisziplinär besetzten VDI-Ausschuss „Technische Sicherheit“ beauftragt, das verdeckte Gemeinsame der Sicherheitskonzepte aus den verschiedenen technischen Fachdisziplinen sichtbar zu machen und zusammenzuführen.
Anhand des jetzt vorliegenden Denkansatzes und Leitfadens könne die Diskussion gestartet werden, an deren Ende dann allgemein und jederzeit anwendbare Regeln zur Erzeugung und Erhaltung Technischer Sicherheit umgesetzt werden könnten.

Umfassende Information in:

„Qualitätsmerkmal Technische Sicherheit – Denkansatz und Leitfaden“,
Beuth Verlag, 1. Auflage, ISBN 978-3-410-26196-4, 2016,

sowie weitere Informationen zum Thema:

VDI-Gesellschaft Produkt- und Prozessgestaltung (VDI-GPP), 10.02.2016
Erste interdisziplinäre Handlungsanleitung für Sicherheitskonzepte / Das Qualitätsmerkmal „Technische Sicherheit“ – Denkansatz und Leitfaden

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