LERU: Die Stimme der forschungsstarken Universitäten Europas feierte zehntes Jubiläum

League of European Research Universities hat 21 Mitgliedsuniversitäten

[Auf dem Campus, 13.05.2012] Die League of European Research Universities (LERU) versteht sich als ein Zusammenschluss von 21 forschungsstarken europäischen Universitäten. 2012 kann sie nun ihr zehnjähriges Bestehen feiern. Aus diesem Anlass fand am 9. und 10. Mai 2012 an der Universitat de Barcelona eine internationale Konferenz zum Thema „European Research Universities: Guide and Engine for Europe 2050“ statt. Hochrangige Vertreter der Mitgliedsuniversitäten erörterten dort mit hochschulpolitischen Experten aus Europa, den USA, Australien und China die gegenwärtige und künftige Rolle forschungsintensiver Universitäten in Europa mit dem Ziel, Handlungsvorschläge für die europäische Forschungspolitik zu erarbeiten.
Dem 2002 gegründete Netzwerk gehören im deutschsprachigen Raum die Universitäten Freiburg, Heidelberg, München sowie die Universität Zürich an. Ziel von LERU ist es, die Hochschulbildung und Forschungspolitik auf europäischer Ebene mit Positionspapieren, Analysen und Empfehlungen nachhaltig zu beeinflussen. LERU sei inzwischen als die Interessenvertretung der führenden forschungsintensiven Universitäten Europas anerkannt, sagt Professor Bernd Huber, Präsident der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München und seit Mai 2008 „Chairman“ der LERU. Sie würden die Reputation und den Einfluss des Netzwerks intensiv nutzen, um die universitäre Grundlagenforschung weiter zu stärken und langfristige Planungssicherheit zu schaffen. So beteiligten sie sich derzeit etwa aktiv an der Diskussion über die Ausgestaltung des achten Forschungsrahmenprogramm „Horizon 2020“ der Europäischen Kommission.
LERU will mit themenspezifischen Stellungnahmen Einfluss auf die Gestaltung des europäischen Hochschul- und Forschungsraums nehmen, damit den Universitäten optimale Rahmenbedingungen für exzellente Forschung und Lehre geboten werden können. Der inhaltliche Schwerpunkt liegt auf dem Eintreten für Grundlagenforschung als unabdingbare Basis für Innovation und die damit verbundene Notwendigkeit nachhaltiger Investitionen in Grundlagenforschung durch die öffentliche Hand. Bislang hat LERU 33 Positionspapiere an die relevanten Entscheidungsträger auf gesamteuropäischer Ebene gerichtet. Darin bezieht das Netzwerk Stellung zu bedeutenden strategischen Herausforderungen wie etwa zur gesellschaftspolitischen Rolle forschungsintensiver Universitäten, zur Bedeutung ihrer wissenschaftlichen Freiheit und institutionellen Autonomie oder zur Entwicklung effektiver Maßnahmen zur Förderung von Forscherkarrieren.
LERU wurde im Jahr 2002 von zwölf hinsichtlich ihrer Forschungsleistung und ihres Profils vergleichbaren Einrichtungen gegründet – als Forum für den hochschulübergreifenden Austausch und politische Interessenvertretung der führenden Universitäten Europas. Mittlerweile hat LERU 21 Mitgliedsuniversitäten – die Zahl der Mitglieder soll begrenzt bleiben.

Weitere Informationen zum Thema:

League of European Research Universities
PUSHING THE FRONTIERS OF INNOVATIVE RESEARCH

10 2002-2012 LERU
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