Kongress zum gesellschaftlichen Umgang mit Behinderung am 8. und 9. März 2012

Diakoniewissenschaftliches Institut der Universität Heidelberg lädt in die Neue Universität ein

[Auf dem Campus, 19.02.2012] Die Entwicklungen im Umgang der Gesellschaft mit behinderten Menschen sind das Thema eines Kongresses, der am 8. und 9. März 2012 an der Universität Heidelberg stattfindet:
Die Veranstaltung „Wissenschaft trifft Praxis: Behinderung – Theologie – Kirche“ greift die sozialwissenschaftliche Diskussion zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung aus theologischer Perspektive auf und will Orientierungshilfen für die kirchlich-diakonische Praxis bieten.
Veranstalter ist das Diakoniewissenschaftliche Institut (DWI) der „Ruperto Carola“. Zu dem Kongress, der neben wissenschaftlichen Vorträgen und Diskussionsrunden auch praxisorientierte Arbeitsgruppen und Workshops anbietet, werden rund 150 Teilnehmer erwartet.
Seit Inkrafttreten der UN-Behindertenrechtskonvention im Jahr 2008 sei der Leitgedanke der gesellschaftlichen Inklusion – der vollständigen Teilhabe behinderter Menschen an der Gesellschaft – in Deutschland geltendes Recht. Dennoch seien Menschen mit Behinderung nicht nur aufgrund der gesellschaftlichen Rahmenbedingungen immer noch von Diskriminierung betroffen, erklärt Prof. Dr. Johannes Eurich vom DWI. Berührungsängste, Unsicherheit und Fremdheit schlügen sich in Isolation und Ausgrenzung nieder. Die Umsetzung der UN-Konvention müsse daher neben einer Veränderung der äußeren Bedingungen vor allem innerhalb der Gesellschaft erfolgen. Insbesondere der Kirche und ihren diakonischen Einrichtungen komme dabei eine tragende Rolle zu.

Abbildung: Diakoniewissenschaftliches Institut der Universität Heidelberg

Abbildung: Diakoniewissenschaftliches Institut der Universität Heidelberg

Breiter interdisziplinärer Diskurs für intensiven Austausch über verschiedene Aspekte des Themas.

Der Kongress soll in einem breiten interdisziplinären Diskurs einen intensiven Austausch über die verschiedenen Aspekte des Themas ermöglichen. Die Workshops beschäftigen sich mit Themen wie Sexualität oder Pflegebedürftigkeit und Behinderung sowie mit sozialpolitischen Perspektiven. Der Kongress richtet sich an Betroffene und deren Angehörige, an Fachkräfte und Ehrenamtliche in Diakonie und Caritas, an Mitarbeiter aus Kirchengemeinden, Dekanaten und Schulen sowie an Studenten und Lehrkräfte an Hochschulen und in theologischen Fakultäten.
Veranstalter sind neben dem DWI die Arbeitsstelle Pastoral für Menschen mit Behinderung der Deutschen Bischofskonferenz und das Referat für Sozial- und Gesellschaftspolitische Fragen im Kirchenamt der Evangelischen Kirche in Deutschland. An der Durchführung wirken auch der Bundesverband Caritas Behindertenhilfe und Psychiatrie, der Bundesverband evangelische Behindertenhilfe und die Katholische Hochschule für Sozialwesen Berlin mit. Der Kongress findet in der Neuen Universität statt.

Weitere Informationen zum Thema:

DWI
Wissenschaft trifft Praxis: Behinderung – Theologie – Kirche

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