Innovationspreise für patentreife Entwicklungen der TU Clausthal auf dem Gebiet Verstärkte Kunststoffe

Recyclingwerkstoff „Organofolien“ und Verfahren „Duroplastschweißen“ ausgezeichnet

[Auf dem Campus, 24.10.2010] Die Innovationspreise 2010 der Industrievereinigung Verstärkte Kunststoffe (AVK) sind dem „Institut für Polymerwerkstoffe und Kunststofftechnik“ der TU Clausthal, das von Prof. Gerhard Ziegmann geleitet wird, verliehen worden:
Die Übergabe fand auf der AVK-Tagung in Essen statt. In der Kategorie „Umwelt“ gewannen das Clausthaler Institut und das „Faserinstitut Bremen“ (FIBRE) gemeinsam mit dem Projekt „Organofolien“ – ein neuartiger Recyclingwerkstoff, in dem hochwertige Faserabfälle aus technischen Anwendungen wiederverwertet werden. Derartige Abfälle entstehen bei der Produktion von Flugzeugbauteilen, Rotorblättern für Windenergieanlagen bis hin zu Bauteilen im Automobilbau. Dank einer neu entwickelten Recyclingtechnik ist es nun möglich, durch eine definierte Ausrichtung die Eigenschaften von Randabschnitten hochwertiger technischer Fasern optimal zu nutzen. Nur durch diese bisher nicht mögliche Einstellung der Faserorientierung können Recyclingfasern in hochwertigen Leichtbauanwendungen, etwa in Automobilbauteilen, Fahrrädern, Möbeln oder Lautsprechern, eingesetzt werden.
Leichtbau und Recycling seien zukünftige Schlüsseltechnologien, um Ressourcen zu schonen und CO2-Emissionen zu reduzieren, so Dipl.-Ing. Sonja Niemeyer vom Clausthaler Institut. Mit ihrer Recyclingtechnologie werde es laut Dipl.-Ing. Henrik Dommes vom FIBRE künftig möglich sein, kostengünstige hochwertige Artikel für unterschiedliche Märkte aus Faserverbundkunststoffen zu fertigen.
Zudem wurde das Clausthaler Institut in der Kategorie „Hochschule“ für das Projekt „Duroplastschweißen“ mit dem zweiten Platz ausgezeichnet. Dabei handelt es sich um ein neues Fügeverfahren für duroplastische Faserverbundbauteile. Damit werde es künftig möglich sein, weitgehend nietfreie Faserverbundbauteile in relativ kurzen Arbeitsschritten zu fertigen, was eine enorme Gewichtsreduktion und damit verbunden eine erhebliche Kostenersparnis bedeute, erläutert Dipl.-Ing. Widyanto Surjoseputro.
Die beiden ausgezeichneten Technologien wurden zum Patent angemeldet.

Weitere Informationen zum Thema:

FIBRE
Das Faserinstitut Bremen

TU Clausthal, 21.10.2010
Kunststoffforschung: Innovationspreise für TU-Institut

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