design akademie berlin: Derzeit umfassendste Studie zum Thema Jugend und Politik erarbeitet

Jugendliche fordern von Politikern Kommunikation auf Augenhöhe, statt Schönrederei mit rhetorischen Ungetümen wie „negatives Wachstum“

[Auf dem Campus, 05.07.2011] Ein Forscher-Team der design akademie berlin erarbeitete in Kooperation mit der Friedrich-Ebert-Stiftung eine Studie über die Wahrnehmung politischer Sprache bei Jugendlichen:
Mehr als 30.000 Jugendliche wurden durch Studenten des Bachelor- und Masterstudiengangs „Marketingkommunikation“ der design akademie berlin unter Leitung ihrer Professorin Dr. Bettina Fackelmann zu ihrer Wahrnehmung politischer Sprache und dem Interesse an politischen Themen befragt. Die Ergebnisse zeigten, dass anders als oftmals angenommen die jungen Wähler durchaus am politischen Geschehen interessiert seien, sich durch die abgehobene Sprache jedoch zunehmend getäuscht fühlten.

Abbildung: Friedrich-Ebert-Stiftung, Berlin

Abbildung: Friedrich-Ebert-Stiftung, Berlin

FES-Studie „Sprichst du Politik?“

Fast ein Jahr arbeiteten sie an der umfassendsten Studie zum Thema Jugend und Politik, die in Deutschland derzeit vorliegt. Der Anstoß zum Projekt kam von Dr. Bettina Fackelmann, Professorin für „Public Relations und Kommunikationsmanagement“. Immer wieder habe sie feststellen müssen, dass – insbesondere weibliche – Studierende kein Interesse an wesentlichen politischen Themen zeigten. Dem wollte Prof. Fackelmann wissenschaftlich auf den Grund gehen und ging daher zusammen mit dem Team Nina Arnold, Michael Graffius, Frank Krüger, Tobias Weißenfels sowie Stefanie Talaska auf die Friedrich-Ebert-Stiftung zu, um das Forschungsvorhaben vorzustellen – und bekam Grünes Licht.
Zunächst wurden 27 Gruppeninterviews an Berliner Schulen durchgeführt, und darauf basierend wurde ein Online-Fragebogen entwickelt, der von mehr als 30.000 Jugendlichen ausgefüllt wurde.
Die Kernerkenntnis der Studie ist, dass Jugendliche weit mehr politisches Interesse haben, als gemeinhin angenommen. Allerdings verlangen sie von den Politikern Kommunikation auf Augenhöhe, statt Schönrederei mit rhetorischen Ungetümen wie „negatives Wachstum“. Frank Krüger, Student des B.A. „Marketingkommunikation“ im 6. Semester, hat diese Erkenntnis überrascht, dass oft Politiker selbst der Auslöser für die angenommene Politikverdrossenheit der Jugend seien. Ihre Studie habe gezeigt, dass Zuhören sehr viel bewirken könne, ergänzt Nina Arnold, Studentin des B.A. „Marketingkommunikation“ im 3. Semester. Sie wünscht sich, dass Jugendlichen auch von Seiten der Politik mehr Gehör geschenkt wird.

Weitere Informationen zum Thema:

sprichst du politik?
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Zusammenfassung

design akademie berlin
Hochschule für Kommunikation und Design

http://www.design-akademie-berlin.de/

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