Das Handy als interaktiver Museumsführer: Pilotprojekt der Universität Bonn

Besucher des Deutschen Museums Bonn können vom 25. bis 29. Januar 2011 „SmartGuides“ am Informationsstand ausleihen

[Auf dem Campus, 23.01.2011] Das Handy als interaktiver Museumsführer – diese Idee stand am Anfang der Forschungsarbeit „SmartGuide“ des Bonner Instituts für Informatik. Dank einer Kooperation der Universität Bonn mit dem Deutschen Museum Bonn kann jeder Besucher das System nun selbst ausprobieren – allerdings zunächst noch auf kostenlosen Leihhandys:
So können Besucher des Deutschen Museums Bonn zwischen dem 25. und 29. Januar 2011 die Geräte mit der innovativen Software am Informationsstand ausleihen. Die Idee hinter dem „SmartGuide“ ist bestechend einfach – die Ausstellungsstücke senden für den Menschen unhörbare Signale im Ultraschallbereich aus und übermitteln dabei in Form einer Nummer, vor welchem Exponat der Besucher gerade steht. Handelsübliche Smartphones könnten diese Signale über ihr eingebautes Mikrophon empfangen, so Pascal Bihler. Die von ihnen entwickelte Software decodiere dann die im Ultraschallsignal enthaltene Nummer und rufe die dazu passenden Informationen ab. Sobald der Besucher das Ausstellungsstück erreicht, könnte auf seinem Smartphone beispielsweise ein Video mit einem erklärenden Kommentar starten.
Die Informationsmenge in einer Audio- oder Video-Datei ist zu groß, als dass sie per Ultraschall übertragen werden könnte. Der unhörbare Puls übermittelt daher nur die Codenummer des jeweiligen Exponats. Die dazugehörenden Daten rufe das Handy laut Bihler dann beispielsweise per WLAN ab – oder sogar ganz profan von der vorher entsprechend bestückten internen Speicherkarte.

Weitere Informationen zum Thema:

universitätbonn, Frank Luerweg, 21.01.2011
Das Handy als Museumsführer / Universität und Deutsches Museum testen innovativen „SmartGuide“

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