Christliches Europa: Ringvorlesung im Theater im Viertel in Saarbrücken

Beiträge zu einem umstrittenen Konzept im Sommersemester 2013

[Auf dem Campus, 28.04.2013] Europa und das Christentum stehen im Mittelpunkt einer öffentlichen Ringvorlesung, die ab 30. April 2013 im Saarbrücker Theater im Viertel stattfindet:
Jeweils dienstags ab 19 Uhr werden dabei elf Experten unterschiedlicher Disziplinen die gemeinsame Geschichte Europas und des Christentums in den Blick nehmen. Alle Interessierten seien herzlich eingeladen – bei freiem Eintritt.
Zweifellos sind Europa und das Christentum geschichtlich eng miteinander verbunden. Europa wäre ohne das Christentum nicht, was es ist, und das Christentum wäre ohne die europäische Kultur nicht, was es ist (so beispielsweise die Meinung des Theologen und Philosophen Ernst Troeltsch). Unter Berufung auf die geschichtliche Verbindung von Christentum und Europa erhoben Europa-Konzeptionen wiederholt das Christliche Abendland oder christliche Werte zur Leitidee für die Gestaltung Europas. Aber es stellen sich die Fragen, wie sich das Verhältnis von Europa und Christentum in der Geschichte wirklich darstellt, welche Motive hinter Europa-Konzeptionen, die eine Orientierung am Christlichen Abendland oder christlichen Werten empfehlen, stehen, wie derartige Konzeptionen zu beurteilen sind und welches Licht auf das „christliche Europa“ fällt, wenn die Beziehung Europas zum Islam und der muslimische Blick auf Europa berücksichtigt werden…
Besondere Aufmerksamkeit widmet die Ringvorlesung der Frage, welche Rolle dem Christentum zu unterschiedlichen Zeiten im europäischen Selbstverständnis zugewiesen wird. Nicht zuletzt soll die Vorlesungsreihe einen Beitrag zur gegenwärtigen Debatte über die Zukunft Europas leisten.

„Was ist Europa?“
Eröffnungsvortrag einer öffentlichen Ringvorlesung mit Prof. Clemens Albrecht
Dienstag, den 30. April 2013, um 19 Uhr
Theater im Viertel, Landwehrplatz 2 in 66111 Saarbrücken
(Eingang rechts neben dem Eingang zum Theater „Alte Feuerwache“)
Eintritt frei

Der Koblenzer Soziologie-Professor Albrecht geht dieser Frage nach und erörtert auch, was Europa werden will – ein Staatenbund oder ein Bundesstaat, ein Handels- und Währungsraum oder eine Kultur, eine Religion oder ein Volk… Schließlich hatte noch kein politisches Gebilde Bestand, das nicht zugleich eine bestehende soziale Form aufgriff oder eine neue schuf. Albrecht ist seit 2002 Professor für Allgemeine Soziologie an der Universität Koblenz-Landau. Seit 2011 ist er Mitglied der Expertenkommission „Wie wollen wir zusammenleben?“ im Rahmen des Zukunftsdialogs der Bundeskanzlerin. Das Thema eines neueren Forschungsprojektes lautet „Weltuntergang 2012: Apokalyptische Bewegungen und ihr Einfluss auf den Wandel von Wissenskulturen“.
Veranstalter sind die Fachrichtung Evangelische Theologie der Universität des Saarlandes in Zusammenarbeit mit der Landeshauptstadt Saarbrücken, der Evangelischen Studierendengemeinde (ESG) Saarbrücken und dem Evangelischen Forum Saar.

Weitere Informationen zum Thema:

UNIVERSITÄT DES SAARLANDES
ÖFFENTLICHE RINGVORLESUNG / CHRISTLICHES EUROPA? / BEITRÄGE ZU EINEM UMSTRITTENEN KONZEPT

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