BIG: Berliner Institut für Gesundheitsforschung wird 2013 gegründet

Einzigartige gemeinsame Einrichtung der Charité und des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin

[Auf dem Campus, 06.11.2012] Die BIG-Gründung soll bereits 2013 erfolgen – der Bund und das Land Berlin haben sich nun darauf verständigt, das „Berliner Institut für Gesundheitsforschung“ (BIG) zu gründen. Dafür ist eine institutionelle Zusammenführung von Charité und Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) vorgesehen. Die Vereinbarung sieht vor, dass mit dem BIG eine vollrechtsfähige Körperschaft des Öffentlichen Rechts mit den Gliedkörperschaften Charité und MDC entsteht. Die Charité bleibt aber auch weiterhin Gliedkörperschaft der Humboldt-Universität und der Freien Universität.

Grundlagenforschung und klinische Forschung Hand in Hand
Im BIG sollen künftig Wissenschaftler aus der Grundlagenforschung und der klinischen Forschung Hand in Hand arbeiten. Dabei steht die Systemmedizin im Vordergrund, das heißt ein fachübergreifender Ansatz, der organübergreifende Mechanismen von Krankheitsprozessen einzelner Patienten betrachtet und damit das gesamte Krankheitsgeschehen im Blick behält, um neue Therapien zu entwickeln. Bei der Ausbildung des medizinischen Nachwuchses soll das BIG innovative Modelle entwickeln – mit einer engen Verknüpfung von Forschungsarbeit und medizinischer Praxis sowie neuen „Master“- und Graduiertenprogrammen.

Interdisziplinäres Leuchtturm-Projekt

Mit dem BIG schafften sie einen Leuchtturm und schlügen ein neues Kapitel in der Zusammenarbeit zwischen Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen auf, betont Bundesforschungsministerin Annette Schavan. Das BIG werde neue Wege gehen – die Grenzen der Disziplinen würden durchlässiger und medizinische Erkenntnisse sollten schneller den Patienten zugutekommen. Für den medizinischen Nachwuchs würden attraktive Möglichkeiten geschaffen, Theorie und Praxis zu verbinden.
Mit der künftigen institutionellen Verbindung von Charité und MDC werde die Berliner Forschungslandschaft nachhaltig gestärkt, hebt der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit hervor. In Kooperation zwischen Land und Bund entstehe ein beispielhaftes Modell für die Zusammenarbeit zwischen universitärer und außeruniversitärer Forschung. Berlin werde dadurch noch mehr zu einem international bedeutsamen Forschungsstandort, insbesondere in der Biomedizin.
Mit dem BIG wird eine einzigartige gemeinsame Einrichtung geschaffen, die Berlin zu einem der weltweit attraktivsten Standorte medizinischer Spitzenforschung und Anziehungspunkt für Top-Wissenschaftler und Nachwuchs-Mediziner aus aller Welt machen soll.

Form der Kooperation lässt bisherige Zuständigkeiten bestehen

Durch die für das BIG gefundene Lösung blieben einerseits die Krankenversorgung der Charité sowie die universitäre Forschung und Lehre in der Zuständigkeit des Landes Berlin und es werde andererseits ein gemeinsamer Forschungsraum mit ganz neuen Möglichkeiten geschaffen, erläutert Berlins Wissenschaftssenatorin Sandra Scheeres.
Sie freue sich, dass es mit dem BIG zu einer einmaligen Kooperation universitärer und außeruniversitärer Forschung gerade in Berlin kommt. Von der Gründung des BIG erwartet Scheeres nicht nur einen Qualitätssprung in der medizinischen Forschung, sondern auch ideale Voraussetzungen für die Förderung junger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, denn schon die Ergebnisse der „Exzellenzinitiative“ hätten gezeigt, dass Berlin die „Stadt der jungen Forscher“ sei.

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