Bernd-Rendel-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft für Olga Narygina

Dissertation am „Bayerischen Geoinstitut“ Anfang 2010 mit Auszeichnung abgeschlossen

[Auf dem Campus, 01.10.2010] Der mit 2.000 Euro dotierte, jährlich an herausragende junge Geowissenschaftler vergebene „Bernd-Rendel-Preis“ der Deutschen Forschungsgemeinschaft wurde Olga Narygina zuerkannt:
Frau Narygina, mittlerweile Wissenschaftlerin an der Universität in Edinburg. stammt aus Russland und hat ursprünglich in Jekatarinenburg Physik studiert. Bereits während ihres Studiums legte sie alle Abschlussprüfungen mit Auszeichnung ab. Von 2006 an arbeitete sie an ihrer Dissertation am „Bayerischen Geoinstitut“, die sie Anfang 2010 ebenfalls mit Auszeichnung abschloss.
In ihrer Doktorarbeit untersuchte sie, wie sich Materialien im Kern oder im unteren Mantel der Erde bei Drücken von über einer Million Atmosphären und Temperaturen von mehreren tausend Grad Celsius verhalten. Derartige Experimente sind extrem schwierig durchzuführen, zeigen aber oft völlig überraschende Resultate – ein besonders interessantes Ergebnis ihrer Arbeit ist die Erkenntnis, dass die Wärmeleitfähigkeit im unteren Mantel wahrscheinlich sehr viel höher ist als bisher angenommen, so dass mehr Wärme vom Erdkern an den Mantel abgegeben wird – dieser Wärmefluss ist letztlich die Ursache für die gesamte tektonische Aktivität der Erde, die sich in Gebirgsbildung, Vulkanismus und Erdbeben äußert.

Weitere Informationen zum Thema:

UNIVERSITÄT BAYREUTH, 11.10.2010
Mehr Wärme vom Erdkern an den Mantel / Geowissenschaftlerin Olga Narygina erhält den Bernd-Rendel-Preis

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