Ausgedienter A400M-Vorserien-Rumpf als Forschungsplattform an der Helmut-Schmidt-Universität

32 Meter langes, sechs Meter breites und etwa zwölf Tonnen schweres Bauteil wird von Airbus als Versuchsträger zur Verfügung gestellt

[Auf dem Campus, 13.05.2012] Mit Prof. Dr.-Ing. Delf Sachau, Inhaber der Professur für Mechatronik an der Helmut-Schmidt-Universität (HSU), arbeitet Airbus seit Jahren im A400M-Programm erfolgreich zusammen. Ein ausgedienter „A400M“-Vorserien-Rumpf kommt künftig als Forschungsplattform bei der HSU zum Einsatz. Airbus stellt das 32 Meter lange, sechs Meter breite und etwa zwölf Tonnen schwere Bauteil als Versuchsträger zur Verfügung. Von der künftigen Nutzung als Forschungsplattform sollen beide Partner profitieren – Airbus stellt den Rumpf zur Verfügung, die HSU ist für Betrieb, Ausbau und Instandhaltung verantwortlich. Beide haben die Möglichkeit, gemeinsam oder mit externen Partner an dem Rumpf zu forschen.
Mit der Möglichkeit, künftig in einem Original-Flugzeugrumpf als Testlabor unter anderem aktive und passive Konzepten zur Lärmreduzierung weiterzuentwickeln, erfährt der Luftfahrt- und Wissenschaftsstandort Hamburg dadurch eine deutliche Stärkung in der Zusammenarbeit verschiedener Forschungsbereiche. Die Möglichkeit, die Wechselwirkung zwischen Akustik und Struktur am gesamten System untersuchen zu können, sei wohl bislang weltweit einmalig, freut sich Professor Sachau über die unbefristete Leihgabe von Airbus.
Kooperationen mit Hochschulen seien ein wichtiges Element der Forschungs- und Entwicklungsstrategie von Airbus – der „A400M“-Vorserienrumpf werde als wissenschaftlicher Versuchsträger dienen und sowohl Airbus als auch der HSU bedeutende Fortschritte in vielfältigen Projekten ermöglichen. Sie freuten sich auf die Zusammenarbeit mit den Wissenschaftlern der HSU, so Jose-Luis Lopez-Diez, Chefingenieur des „A400M“-Programms bei Airbus.

Foto: Helmut-Schmidt-Universität, Universität der Bundeswehr Hamburg

Foto: Helmut-Schmidt-Universität, Universität der Bundeswehr Hamburg

Der gut 30 Meter lange Airbus-Rumpf auf dem Weg zur HSU

Der Transport des Bauteils vom Airbus-Werk in Bremen zum Campus der HSU war eine logistische Meisterleistung – zu Wasser, zu Lande und in der Luft. Zunächst reiste der Rumpf an Bord eines „Beluga“-Transportflugzeuges von Bremen nach Hamburg. Dann wurde er mit einer Transportschute vom Airbus-Werksgelände in Hamburg Finkenwerder
nach Billbrook verschifft. Schließlich rollte das Flugzeugbauteil in der Nacht zum 9. Mai 2012 auf einem Tieflader an sein Ziel. Dieser Zeitpunkt wurde gewählt, um den Straßenverkehr auf dem Weg von Billbrook zum Universitätsgelände in Jenfeld so wenig wie möglich zu stören.

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