Archäologie und Paläogenetik: Tagung an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

Öffentlicher Vortrag „Evolution und Religion“ am 10. Mai 2013 im Rahmen der Tagung

[Auf dem Campus, 05.05.2013] Zehntausenden Jahren Evolution zum Trotz – ein bisschen Neandertaler steckt in uns allen. Diese Erkenntnis verdanken wir dem noch sehr jungen Forschungszweig der Paläogenetik. Diese Nachbarwissenschaft der Archäologie habe die Möglichkeiten, menschliche und tierische Skelettfunde zu analysieren und dabei in ganz neue Dimensionen vorzustoßen, sagen Experten. Dank rasend schneller Entwicklungen in Medizin und Technik ist es den Paläogenetikern inzwischen gelungen, ganze Genome von Mammut, Neandertaler und der Gletschermumie „Ötzi“ zu sequenzieren.
Dieser faszinierende Forschungszweig steht nun im Mittelpunkt der Tagung der Deutschen Gesellschaft für Ur- und Frühgeschichte vom 9. bis 12. Mai 2013 an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU).
Die Methoden der Paläogenetik würden immer feiner und eröffneten den Wissenschaftler ganz neue Möglichkeiten, zum Beispiel die Evolution des Menschen, seine Ausbreitung über den Erdball oder das Siedlungsverhalten einzelner Gruppen zu erforschen, erklärt Prof. Dr. Thorsten Uthmeier, der den Lehrstuhl für Ur- und Frühgeschichte an der FAU leitet und die Tagung organisiert.
Auf der Tagung tauschen sich Experten aus ganz Europa über den Stand der Forschung, neue Methoden und Interpretationsmodelle ihrer Wissenschaft sowie deren historische Konsequenzen aus.

„Evolution und Religion“
Öffentlicher Vortrag von Thomas Junker
Freitag, den 10. Mai 2013, um 18.30 Uhr
Hörsaal C, Institut für Geographie, Kochstraße 4 in 91054 Erlangen

Der Widerspruch zwischen Darwins Erklärung der Entstehung der Arten und religiösen Ansichten steht im Mittelpunkt eines öffentlichen Vortrags im Rahmen der Tagung. Kaum eine andere wissenschaftliche Theorie traf und trifft auf so erbitterten weltanschaulichen Widerstand wie die moderne Evolutionstheorie. Doch möglicherweise ist auch Religion „nur“ eine Art biologische Anpassung im Darwinschen Sinne, die einen konkreten Selektionsvorteil mit sich bringt. Aktuelle Forschungsansätze wie diesen beleuchtet der Wissenschaftsjournalist und Evolutionsbiologe Thomas Junker in seinem öffentlichen Vortrag. Der Eintritt ist frei.

Weitere Informationen für die Medien:

Deutsche Gesellschaft für Ur- und Frühgeschichte
Archäologie und Paläogenetik / DGUF-Tagung vom 9.-12. Mai 2013, Erlangen

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