Aktion Kinderherz-OP bittet um Spenden für lebensrettenden Eingriff bei drei Monate altem Baby Josiah

Herzoperation ist die einzige lebensrettende Therapie für den kleinen Jungen

[Auf dem Campus, 30.03.2012] Die Aktion „Kinderherz-OP“ des Universitätsklinikums Erlangen bittet um Spenden für das drei Monate alte Baby Josiah, das an einem lebensbedrohlichen Herzfehler leidet:
Der Junge aus dem Slum Kibera – südwestlich der Hauptstadt Nairobi (Kenia) – könne durch eine Operation im Herzzentrum des Uni-Klinikums Erlangen geheilt werden. Am 1. April 2012 soll Josiah mit seiner Mutter im Erlanger Herzzentrum ankommen. In den Tagen vor Ostern wird er zunächst vom Kinderkardiologen Prof. Dr. Sven Dittrich untersucht. Sobald genügend Spendengelder vorhanden sind, könne der lebensrettende Eingriff dann vom Kinderherzchirurgen Prof. Dr. Robert Cesnjevar durchgeführt werden. Die Operation soll rund 25.000 Euro kosten.

Foto: privat

Foto: privat

Der kleine Josiah mit seinen Eltern

Spendenkonto
Empfänger: Aktion Kinderherz-OP
Kontonummer: 770
BLZ: 763 500 00
Institut: Stadtsparkasse Erlangen
Verwendunsgzweck: Kinderherz-OP/Josiah

Josiah wurde am 30. Dezember 2011 mit einem Gewicht von 2.000 Gramm geboren. Er ist das dritte Kind seiner Eltern Janet Musibega Malande und Wiliam. Die ganze Familie lebt in einer typischen Slum-Hütte in Kibera. Der Vater arbeitet gelegentlich als Nachtwächter. Schon in den ersten Tagen nach der Geburt fiel der Mutter auf, dass Josiah „Schwierigkeiten mit der Atmung” hatte und „sehr gelb aussah”. Im Armen-Krankenhaus wurden auffällige Herzgeräusche festgestellt und Joshia wurde nach Nairobi in das Kenyata National Hospital zum Herzultraschall geschickt. Als die Familie dort ankam, war das Ultraschallgerät defekt. In ihrer Not liehen sich die Eltern Geld von Bekannten, um eine Untersuchung in einem Missions-Krankenhaus bezahlen zu können. Dort wurde dann Diagnose „Truncus arteriosus communis“ gestellt.
Eine Herzoperation ist die einzige lebensrettende Therapie. Bei diesem angeborenen Herzfehler entspringt die Lungenschlagader nicht wie gewöhnlich aus der rechten Herzkammer, sondern zweigt aus der Körperhauptschlagader ab. Eine Begleitfehlbildung ist ein großes Loch in der Hauptkammerscheidewand des Herzens. In der Folge sind die Lungen mit Blut überflutet, das Luftholen fällt schwer, es fehlt die Kraft zum Trinken und Gedeihen.
Die Lungenblutgefäße nähmen bei dieser Erkrankung schnell Schaden – nur wenige Kinder überlebten ohne Operation überhaupt das erste Lebensjahr, erläutert Prof. Dittrich. Die einzige lebensrettende Therapie sei eben eine Herzoperation, bei der die fehlabgehende Lungenschlagader auf die rechte Herzkammer umgepflanzt und das Loch in der Hauptkammerscheidewand verschlossen würden. Auf diesen Eingriff habe sich die Kinderherzchirurgische Abteilung im Herzzentrum des Uni-Klinikums Erlangen spezialisiert. Wenn alles gut geht, habe Josiah eine sehr gute Lebensprognose, so Kinderherzchirurg Professor Cesnjevar.
Die Ärzte aus dem Missions-Krankenhaus in Kenia sagten den Eltern, dass der einzige Weg zu Josiahs Lebensrettung die Operation vor seinem sechsten Lebensmonat in einem spezialisierten Herzzentrum im Ausland sei. Die Eltern sprachen dann die deutsche Hebamme Sandra Sedlmaier an, die seit drei Jahren für die belgische Dependance von „Ärzte ohne Grenzen“ im Slum von Kibera als „women’s health supervisor“ arbeitet. Die Organisation kümmert sich speziell um die medizinische Grundversorgung (primary health care) und Patienten mit HIV/TB. Sedlmaier recherchierte im Internet weltweit nach geeigneten Spezialisten und stieß dann auf das Erlanger Herzzentrum und seine Hilfsaktion „Kinderherz-OP“. Aus einer ersten allgemeinen Anfrage per E-Mail entwickelte sich in wenigen Tagen ein intensiver Dialog zwischen dem Erlanger Kinderkardiologen Professor Dittrich, seiner Kollegin Dr. Loice Mutai in Kenia, den kenianischen Behörden und der deutschen Botschaft. Nachdem nun vor zwei Tagen alle Formalitäten erfolgreich abgeschlossen wurden, konnte mit ersten Spendengeldern der Flug von Mutter und Kind nach Deutschland organisiert werden. Josiah und seine Mutter kommen am 1. April 2012 um 19.15 Uhr am Flughafen München an und werden dann von einer Nürnberger Verwandten der Entwicklungshelferin sofort in die Kinder- und Jugendklinik nach Erlangen gebracht.

Weitere Informationen zum Thema:

Universitätsklinikum Erlangen
Aktion Kinderherz-OP

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