600 Jahre Bibliotheca Amploniana: Präsentation der auf dem Campus beheimateten Schätze

Ausstellung ab dem 24. November 2012 im Museum für Thüringer Volkskunde

[Auf dem Campus, 10.03.2012] Erfurt feiert 2012 das Jubiläum „600 Jahre Bibliotheca Amploniana“:
Mit zahlreichen Veranstaltungen und Aktionen erinnert die Universität Erfurt dabei an Amplonius Rating de Berka, den Stifter der größten noch weitgehend geschlossen erhaltenen Handschriftensammlung eines spätmittelalterlichen Gelehrten weltweit und zugleich einer der bedeutendsten Sammlungen mittelalterlicher Handschriften in Deutschland. Gleichzeitig erinnert sie an den Schatz, den die Universitäts- und Forschungsbibliothek Erfurt/Gotha heute mit der Sammlung beherbergt und erforscht.
Sie freuten sich auf dieses Jubiläum, weil sie damit erneut Gelegenheit bekämen, diesen beeindruckenden, auf ihrem Campus beheimateten Schatz auf ganz unterschiedliche Weise der Öffentlichkeit näher zu bringen, sagt Prof. Dr. Benedikt Kranemann, Sprecher des Universitären Schwerpunkts Religion der Universität Erfurt.

Abbildung: Universität Erfurt

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Zahlreiche Veranstaltungen und Aktionen erinnern an Amplonius Rating de Berka.

So wird beispielsweise eine öffentliche Vortragsreihe im Hörsaal „Coelicum“ in der Domstraße 10 angeboten, die am 13. Juni 2012 um 19.30 Uhr mit dem Vortrag „Intellektuelle in der Frühen Neuzeit“ von Prof. Dr. Luise Schorn-Schütte aus Frankfurt/Main startet. „Schreiben und Lesen als religiöse Praktiken“ lautet dann im Wintersemester das Thema der öffentlichen Ringvorlesung des „Interdisziplinären Forums Religion“ der Uni Erfurt. Auch für die Studentinnen und Studentendie Studierenden soll es im Wintersemester ein besonderes Angebot geben – einen Paläografie-Kurs, in dem sich die Teilnehmer mittelalterlichen Handschriften nähern können, darunter auch Handschriften aus der „Amploniana“. Dafür habe die Universität den Direktor des Staatsarchivs Meiningen, Dr. Johannes Mötsch, gewinnen können. Darüber hinaus sind weitere Lehrveranstaltungen geplant; unter anderem bieten Prof. Dr. Anselm Schubert und Prof. Dr. Benedikt Kranemann ein Studium Fundamentale zu „Akademischen Ritualen“ an und Universitätspräsident Prof. Dr. Kai Brodersen veranstaltet im Wintersemester das Seminar „Die Antike in der Amploniana“. Zudem wird sich das nächste „Campus“-Magazin der Universität Erfurt, das Ende April 2012 erscheinen soll und auch online auf der Uni-Website veröffentlicht wird, schwerpunktmäßig mit der
„Amploniana“ befassen.

Foto: Universität Erfurt

Foto: Universität Erfurt

Heute enthält die „Bibliotheca Amploniana“ insgesamt 979 Handschriftenbände sowie 1.882 Inkunabeln und Drucke.

Im Fokus des „Amploniana“-Jubiläumsjahres soll jedoch ab dem 24. November 2012 eine Ausstellung im Museum für Thüringer Volkskunde stehen, die den Titel „Amplonius: Die Zeit. Der Mensch. Die Stiftung.
600 Jahre Bibliotheca Amploniana in Erfurt.“ trägt und unter der Leitung von Museumsdirektorin Dr. Marina Moritz in Kooperation mit der Universität Erfurt realisiert wird. Diese Schau zielt auf die Persönlichkeit des Stifters der Büchersammlung, des Arztes, Theologen und Universitätslehrers Amplonius Rating de Berka, ab und erschließt dabei eine Epoche des Niedergangs und Aufbruchs in der Gesellschaft im regionalen wie überregionalen Kontext. In dieser Schnittstelle von Mittelalter und Früher Neuzeit entstanden auch die geistigen und soziokulturellen Voraussetzungen, aus denen heraus das epochale Wirken Martins Luthers erst möglich und verständlich wurde.

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