23. Bremer Universitäts-Gespräche am 11. und 12. November 2010: Ethisches Entscheiden in der Wirtschaft

Diskussion über die Lücke, die oft zwischen ethischer Einsicht und praktischem Handeln klafft

[Auf dem Campus, 07.11.2010] Der Frage, warum ethisches Entscheiden in der Wirtschaft so schwer ist, und der Diskussion über Ermessensspielräume und mögliche Konsequenzen widmen sich die 23. „Bremer Universitäts-Gespräche“ am 11. und 12. November 2010:
Die Abwandlung eines Schopenhauer-Zitats, wonach Moral zu predigen leicht, Moral zu befolgen aber schwer sei, benenne die Lücke, die oft zwischen ethischer Einsicht und praktischem Handeln klafft – sei es bei Individuen oder Wirtschaftsunternehmen. Aber warum so wenige die von ihnen durchaus glaubhaft vertretenen moralischen Normen befolgen, warum ethisches Entscheiden so schwer ist, beleuchtet Prof. Dieter Birnbacher (Universität Düsseldorf) in seinem öffentlichen Festvortrag, mit dem die 23. Bremer Universitäts-Gespräche (BUG) am 11. November 2010 eröffnet werden. Erörtert werden darin die Schwierigkeiten zur ethischen Entscheidung am Beispiel aktueller Fragen der Bio- und Umweltethik sowie der Ethik der internationalen Beziehungen.
Dieser Festvortrag ist der Auftakt zu den 23. BUG, die dem Thema Ethik in komplexen Entscheidungsproblemen wirtschaftlicher Akteure gewidmet sind. Für viele Akteure stellt sich inzwischen nicht mehr die Grundsatzfrage, ob sie moralisch handeln sollen. Moral, Werte oder Normen stellen heute für eine Vielzahl von wirtschaftlichen Entscheidungen von Individuen und Institutionen eine relevante Entscheidungsprämisse dar, die mehr oder weniger intensiv berücksichtigt wird. Die eigentlich brisante Frage ist vielmehr, was es heißt, moralisch zu handeln und systematisch ethische Aspekte zu berücksichtigen – und welche Konsequenzen dies für den moralischen Akteur, das Unternehmen und dessen „Stakeholder“ mit sich bringen kann.

Weitere Informationen zum Thema:

Universität Bremen, 05.11.2010
Warum ist ethisches Entscheiden in der Wirtschaft so schwer? / 23. Bremer Universitäts-Gespräche am 11. und 12. November 2010 über Ermessensspielräume und mögliche Konsequenzen

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